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Mama hat Brustkrebs

In diesem Blogbereich möchte ich meine Gedanken und Erlebnisse zu meinem Leben mit Brustkrebs niederschreiben. Was mich bewegt, was mir hilft oder eben nicht. Vor allem aber möchte ich darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist die eigene Brust regelmäßig zu beobachten und abzutasten. Im Menü unter "About" findet man alle Beiträge in meinem Brustkrebs-Tagebuch. Wieviele es werden? Keine Ahnung. Worüber ich schreibe? Weiss ich noch nicht. Aber der Brustkrebs gehört seit Ende Januar 2021 zu mir und zu meinem Leben. Und darum möchte ich euch in meinem Blog daran teilhaben lassen ... wenn ihr mögt ...

Brustkrebs darf kein Tabuthema sein! Eine von acht Frauen in Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Brustkrebs ist hierzulande die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Gleichzeitig sind die Heilungschancen im Vergleich zu anderen Krebsarten gut, wenn die Diagnose früh gestellt wird.

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Die Port-OP vor der ersten Chemo

Von unbegründeter Angst und Thrombosen.
Von unbegründeter Angst und Thrombosen.
| Brustkrebs-Tagebuch

Bevor man in eine Chemotherapie startet muss man sich mit der Frage auseinandersetzen wie einem die Chemo verabreicht werden soll. Zwei Möglichkeiten stehen zur Wahl: Variante 1: Die Chemo wird immer wieder neu über die Armvene gelegt. Variante 2: Man lässt sich einen so genannten „Port“ implantieren.

Was ist ein Port? 

"Ein Portkatheter oder kurz "Port" ist ein dauerhafter Zugang von außen in eine Vene. Er soll Krebspatientinnen und -patienten helfen, die häufig Medikamente direkt in die Blutbahn erhalten. Dies ist insbesondere bei der Chemotherapie der Fall. Ohne Port müssten die Ärztinnen und Ärzte für jede Infusion wieder eine Vene anstechen. Das tut weh. Mit der Dauer der Behandlung steigt außerdem das Risiko für Entzündungen. Darüber hinaus könnten die Zytostatika aus Versehen statt in die Vene ins Gewebe laufen. Ein Port soll diese Probleme verhindern. Er wird in einer kleinen Operation unter der Haut eingepflanzt. Der Port besteht aus einer kleinen Kammer mit einem Schlauch, der in eine herznahe Vene mündet. Über eine Spezialnadel erhält man Medikamente direkt in den Port. So muss nicht jedes Mal neu in eine Vene "gestochen" werden. Auch Blutentnahmen sind darüber möglich."

Noch mehr Details und Informationen rund um den Port gibt es auf der Website des www.krebsinformationsdienst.de

Das Port-System: Haut, Silikonmembran, Punktionsnadel, Kammer und Venenkatheter

Ja, ich will!

Das klang für mich alles sehr gut. Also war schnell für mich klar "das will ich haben". Allein schon weil ich von vielen Betroffenen gehört habe „Ich hab ihn nach Jahren immer noch." oder "Er gehört jetzt zu mir und hat mir echt geholfen.“ oder „Ich merke ihn gar nicht mehr.“ … das klingt super! Im Vergleich zu „Immer wieder neue Nadel im Arm“ - ein Träumchen!

Mehr Angst hatte ich vor der PORT-OP *dramatische Musik* Denn so oft war die Übelkeit nach Narkosen bei mir schlimmer als die Operation selbst. Meine Schwägerin arbeitet als Anästhesieschwester im Krankenhaus und hat mir bei der letzen Magenspiegelung einen Medikamenten-Cocktail klar gemacht den ich so gut vertragen habe… den brauchte ich also unbedingt auch für die Port-OP! Super! Ok, dann kann jetzt ja nichts mehr schief gehen ...

Doch dann sitze ich da beim Vorgespräch als der Anästhesist mir eröffnet, dass es nicht in Vollnarkose gemacht wird. "Das ist nur ein wirklich kleiner Eingriff mit örtliche Betäubung. Sie bleiben wach."

Ähhhh… Moment mal. Ich dachte ich schlafe, muss mir nur um die Übelkeit Gedanken machen und jetzt soll ich wach daneben liegen während mir jemand die Schulter aufreisst?! *dramatische Musik*

Ja, ok… ich gebs zu, das war wieder nur mein Kopfkino… denn wie sich im Nachhinein herausgestellt hat ist es wirklich nur ein kleiner Schnitt und nicht der Rede wert… aber in diesem Moment stieg echte Panik in mir hoch. Das merkte der Anästhesist und hat mir angeboten, dass er mir für vor der OP eine Tablette zur Beruhigung aufschreiben kann! "DAS KLINGT GUT!" seufzte ich erleichtert … meine Güte, bin ich ein Schisser!

All-Inklusive Besuch im Krankenhaus. Mit Bademantel und Service Bändchen im Klinikum St. Marien Amberg

Der Tag der Port-OP

Am Dienstag, 2. März um 7 Uhr war es dann also soweit. Check-In im Marien-Klinikum-Hotel Amberg: Bademantel, Schläppchen und mein All-Inklusive-Bändchen lagen bereit. Wie für den Wellnessbereich umgezogen konnte ich mich dann auf ein bequemes Bettchen legen, mich in warme Decken kuscheln und brav meine Beruhigungstablette nehmen. Check! Kann losgehen!

Ich war überhaupt nicht mehr aufgeregt. Alle Schwestern und Ärzte kümmerten sich toll um mich. Die OP selbst hab ich friedlich vor mich hin gedöst und schwupps wars auch schon vorbei.

Warum hatte ich mich vorher nochmal so verrückt gemacht? Keine Ahnung!

Schmerzen hatte ich erstmal keine. Es fühlte sich eher an wie ein starker Muskelkater an der Schulter. Als hätte ich 100 Wiederholungen Bankdrücken hinter mir.

Mein Mann konnte mich um halb 11, nach einer Tasse Kamillentee und Breze, schon abholen und nach Hause bringen.

Frühstück nach der Port-OP: Kamillentee und Breze! Lecker!

Zwischen der Port-OP und der ersten Chemo

Die nächsten Tage nach der OP ging es mir dann gar nicht gut. Der ganze rechte Arm pochte, fühlte sich dick an und ohne Schmerztabletten hätte ich es nicht geschafft. Die größte Angst hatte ich aber vor der anstehenden ersten Chemo am Freitag. "Da wo es so arg schmerzte wollen die mir auch noch ne Nadel reinjagen?" Zum Glück bin ich seit kurzem in einer wunderbaren Brustkrebs-Selbsthilfegruppe bei Facebook. Dort fragte ich nach Rat.

Wieviele Tage nach der Port-OP habt ihr denn die erste Chemo bekommen?

Die Antworten waren sehr unterschiedlich. Manche mehr, manche weniger Tage. Eine beschrieb sogar, dass sie am Morgen die Port-OP hatte und am Nachmittag gleich die erste Chemo in den Port. Verrückt!

Was mich aber am meisten beruhigt hat: Die Narbe bzw. der Schnitt über den der Port eingeschoben wird, liegt neben dem Port und nicht obendrauf. Das bedeutet, man kann den Port bedenkenlos anstechen auch wenn die Narbe noch schmerzt oder ganz frisch ist. Super! Ich war wirklich beruhigt. Am Tag der ersten Chemo war das Anstechen am Port tatsächlich überhaupt kein Problem. Ein kleiner Pieks. Fertig! Ich hab es kaum gespürt und sogar gefragt ob es das schon war :D

Näheres zur ersten Chemo schreib ich euch demnächst in einem eigenen Beitrag.

So sieht der Port angestochen bzw. angeschlossen an die Chemo aus.
So sieht der Port angestochen bzw. angeschlossen an die Chemo aus. Das Pflaster neben dem Port ist noch von der Port-OP.

Eine Port-OP und ihre Komplikationen

Was nun noch kommt hat jetzt nichts mit der Chemo zu tun, sondern war eine Komplikation der Port-OP, welche ich als solche erst gar nicht wahr genommen hab.

Mein Arm schmerzte... immer noch ... ich konnte ihn seit der OP kaum bewegen. Ich bin seitdem fast nur noch gelegen. Wenn ich ein paar Schritte gemacht hatte wurde der Arm so schwer, dick und lief teilweise leicht blau an, dass ich mich wieder legen musste und Schulter und Arm ablegen. Vor allem Nachts war es unerträglich. Ich konnte nicht seitlich liegen, geschweige denn auf dem Bauch. Nur auf dem Rücken, den Arm leicht angewinkelt daneben. Nur so beruhigte sich der Schmerz etwas. Der Nacken schmerzte durch die Schonhaltung aber auch immer mehr. Am Samstag-Morgen nach dem Duschen bin ich dann regelrecht erschrocken. Der rechte Oberarm und Schulterbereich war (vorallem im Vergleich zum Linken) überzogen von deutlich sichtbaren blauen Adern. 

Besorgt schickte ich meiner Chemo-Frauenärztin ein Foto davon. An dieser Stelle großes Dankeschön an Frau Dr. Beha, die diesen Kontakt via Whatsapp möglich macht. Am Wochenende. In ihrer Freizeit! ❤

Ihre Antwort gefiel mir gar nicht: "Leider muss ich Sie bitten, sich in der Notaufnahme im Krankenhaus vorzustellen. Verdacht auf Thrombose der V. Axillaris bei liegendem i.v. Port. Vorallem die Venenzeichnung vom Bild heute früh gefällt mir nicht." … ufff… ok…

Wunderschönes Wetter am Tag der Notaufnahme mit Blick über Amberg.

Ab in die Notaufnahme! 

Das Wetter war an diesem Tag wunderschön! Und wär dieses doofe Schild nicht hätte man echt einen tollen Blick über die Stadt Amberg ;-)

In der Notaufnahme haben sie dann erstmal Blut genommen, die Arme via Ultraschall untersucht aber nicht wirklich etwas finden können. Ich dachte echt ich spinne…. aber gut. Besser als Thrombose. Aber warum hört der Arm nicht auf zu pochen? Ich fühlte mich wie in einem schlechten Film. Ich hatte deutliche Schmerzen, konnte nur noch liegen aber alle um mich herum versuchten mich zu beruhigen ... "Du musst einfach die Port-OP ausheilen lassen, das wird schon wieder.“

Die Nacht von Sonntag auf Montag war dann am Schlimmsten. Selbst im Liegen beruhigte sich der Arm nicht. Die Schmerzen im Oberarm wurden stärker und ich wusste ich muss das nochmal anschauen lassen. In der Brustkrebs-Gruppe fragte ich auch nochmal um Rat. 

"Muss ich einfach nur tapfer die Schmerzen nach einer Port-OP ertragen? Oder lieber nochmal abchecken lassen? Ist es normal, dass der Arm so dick wird."

Eine Vielzahl an Kommentaren bestätigte mir meinen Verdacht. Es ist eben NICHT normal, dass man solch arge Schmerzen hat. Und dass der Arm dick wird schon gar nicht. Mit großem Glück bekam ich gleich am nächsten Morgen, Montag-Vormittag, einen Termin im Krankenhaus. Bei dem Chirurgen der den Port implantiert hat. Dieser machte nochmal einen Ultraschall vom Arm, diesmal bis hoch zur Achsel, Schulter und auch am Nacken. Auch seinen Kollegen und Venenspezialisten holte er dazu. Und nun war es deutlich zu sehen:

"Verschluss der Vena subclavia und Teilverschluss der Vena axillaris" - Ich hab also Thrombose!

Was war ich froh, dass nun die Ursache der Schmerzen gefunden war. Noch größer war aber die Freude darüber, dass der Port drin bleiben kann. Dass es wohl reicht die nächsten 2 Wochen 2x täglich blutverdünnende Tabletten zu nehmen. Im Anschluss nochmal 1x täglich über 6 Monate. Und einen Stützstrumpf am Arm soll ich tragen. Gerne! Her Damit! Alles was mir endlich den Druck und den Schmerz am Arm nimmt!

Eine Woche nach der Port-OP wurde die Thrombose erkannt. Heute, nach 6 Tagen blutverdünnenden Tabletten geht es dem Arm richtig gut. Gestern hab ich sogar den ganzen Nachmittag an der Nähmaschine gesessen. Ich kann mir wieder mit dem rechten Arm die Zähne putzen und Blogbeiträge scheiben! Ganz wichtig ;-)

Seit Mittwoch bin ich jetzt ganz ohne Schmerztabletten und die Beweglichkeit in der Schulter wird auch von Tag zu Tag besser. Yes!

Vom Port sieht man nur noch einen kleinen Knubbel unter der Haut und auch die OP-Narbe wird sicher noch schicker. Die nächsten Chemos können kommen!

Vom Port sieht man nur noch einen kleinen Knubbel unter der Haut und auch die OP-Narbe wird sicher noch schicker. Die nächsten Chemos können kommen!

Port Ja oder Nein?

Abschließend muss ich sagen, ich hab teilweise wirklich gezweifelt ob die Port-OP die richtige Entscheidung war. Aber der Mehrwert für die Chemo ist so viel größer, dass ich es trotz der Thrombose-Gefahr wieder so machen würde! 

Und jeden der noch VOR der Port-OP steht kann ich beruhigen. Alle Ängste und die Panik war es echt nicht wert. Es ist wirklich nur ein kleiner Eingriff!

Solltest du gerade vor der Entscheidung stehen dir die Haare vor der Chemo zu kürzen, dann am besten gleich noch vor der Port-OP. Haare kämmen oder Zopf binden war die ersten Tage danach nämlich nicht wirklich möglich ;-)

Zuletzt noch ein dickes Dankeschön an die liebe Melie von Grün Blau Meliert. Mit dem schicken selbstgenähten Port-Polster am Gurt fährt es sich noch angenehmer im Auto weil der Gurt nicht auf den Port drückt.

Ein Port-Polster für den Gurt im Auto

Zuletzt noch ein dickes Dankeschön an die liebe Melie von Grün Blau Meliert. Mit dem schicken selbstgenähten Port-Polster am Gurt fährt es sich noch angenehmer im Auto weil der Gurt nicht auf den Port drückt.

Klar, im Winter mit der dicken Jacke war es vielleicht auch nur ein optisches Highlight und nicht so arg in der Funktion notwendig. Aber für den Sommer stell ich mir das wirklich super hilfreich vor! :)

Wir alle haben zwei Leben. Das Zweite beginnt, wenn wir realisieren, dass wir nur Eins haben.

Konfuzius
Elisabeth Steger vom Kreativlabel shesmile

Hallo, ich bin Lisse!

20. Mai 2021

Eigentlich Elisabeth Steger, Gründerin und kreativer Kopf von shesmile, Mediengestalterin und Siebdruckerin. Ich lebe mit meinen zwei Töchtern und meinem Mann in Siebeneichen, einem wunderschönen Dorf in Bayern (Oberpfalz).

Seit meiner ersten Elternzeit 2013 entstehen unter meinem Label shesmile immer neue Ideen zum Selbermachen. Meine leicht verständlichen Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit vielen Fotos zu jedem Arbeitsschritt liegen in meinem Onlineshop zum Sofort-Download bereit und sind auch für Anfänger bestens geeignet.

Ich freu mich, dass du auf meiner Seite vorbeischaust. Hier findest du meine Nähanleitungen und Bastelideen, die dazu passenden Schnittmuster und Druckvorlagen, Plotterdateien, Stickdateien, Illustrationen und schickes Grafikdesign. Außerdem jede Menge Blogbeiträge zur Inspiration.

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Inh. Elisabeth Steger
Siebeneichen 17
92237 Sulzbach-Rosenberg
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